Wir sind Vision ! Wir sind die Goldene Revolution !

100 jahre in 100 minuten #005
Symposium | Ausstellung | Workshops | Diskurs | Polymediale Live Performance | …

21. märz 2020 | 14 – 24 Uhr
Semper Depot | Akademie der bildenden Künste
Lehárgasse 6-8, 1060 Wien

Zum Abschluss des Projektes 100 Jahre in 100 Minuten veranstalten wir ein Symposium das einerseits eine inhaltliche Zusammenfassung als auch den künstlerischen und kommunikatorischen Höhepunkt bildet. Inhaltlich beschäftigt sich das Symposium mit der Entwicklung der Situation von Frauen* in den letzten 100 Jahren unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Was hat sich verändert ? Was ist gleich geblieben ? Welche Forderungen gab es in den letzten 100 Jahren ? Welche wurden erfüllt und welche sind unerfüllt geblieben ? Wo stehen wir jetzt ? Was ist zu tun ? sind die Fragen, die wir umkreisen.

Um nicht dem Perpetuum Mobile feministischer Argumentation zu verfallen (sich ständig genötigt zu sehen, sich zu wiederholen, als wären gewisse Punkte nicht schon vor Jahrzehnten erfolgreich durchargumentiert und widerlegt worden), konzentrieren wir uns auf die Vision und auf die Goldene Revolution. Wir erzeugen temporär eine mögliche Zukunft und betrachten Vergangenheit und Gegenwart aus dieser Perspektive heraus. Die Schwerpunkte, die wir in unseren Betrachtungen setzen sind : Geld | Macht | Sprache | Körper | Zeit.

Das Format, das wir wählen, bzw. dafür erfinden, soll disziplinäre Grenzen überschreiten. Wir wollen auf diese Weise nicht nur aktive Feministinnen, sondern auch Menschen ansprechen, vernetzen und zusammenbringen, die nie ein Symposium besuchen würden, oder niemals an einer Kunstproduktion teilnehmen würden, oder sich noch nie in Öffentlichkeiten eingebracht haben. Verschiedene Disziplinen kommen gemeinsam an einen großen, runden Tisch, der inhaltlich und künstlerisch gestaltet ist, und diskutieren miteinander und mit dem Publikum auf sehr experimentelle Weise. Zu jedem inhaltlichen Schwerpunkt werden 1-2 Personen eingeladen und gebeten in Redebeiträgen von 3-5 Minuten ihre Positionen darzulegen. Die Redebeiträge folgen einer inhaltlichen Dramaturgie und werden von ebenso kurzen künstlerischen Beiträgen und von unregelmässig eingeflochtenen Möglichkeitsräumen durchbrochen, in denen alle anwesenden Personen zu Wort kommen können. Es wird eine Abfolge und intelligente Verschränkung von intellektuellen Anforderungen, künstlerischen Aufmerksamkeiten und aktivistischen Experimenten. Es wird zugleich dramaturgische Konsequenz und völlig offene Freiräume geben, in denen sich Ungeahntes entwickeln kann.

Als krönender Abschluss von Symposium und Gesamtprojekt werden alle Inhalte in einer polymedialen live Performance zu einem raumgreifenden Spektakel aus Projektion, Text, Musik und Performance verdichtet.