Fact versus Vision

100 jahre in 100 minuten #003
Diskurs | Text-Intervention | Projektions-Installation
anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Frauenwohnprojekts [ro*sa] KalYpso

19. Oktober 2019
[ro*sa] KalYpso, Oswaldgasse 35, 1120 Wien

Wie haben sich die Lebensbedingungen und die Rechte von Frauen* seit der Einführung des
Frauenwahlrechts vor mehr als 100 Jahren verändert? Diese Fragestellung ist das Motto
von starsky‘s Projekt 100 Jahre in 100 Minuten. Was wurde erreicht? Welche Forderungen sind noch offen? Was ist gleichgeblieben? Welche Visionen braucht es, welche Diskurse und vor allem welche Utopien? Wie leben wir? 

Mit diesen Fragen ist 100 Jahre in 100 Minuten beim Wohnprojekt [ro*sa] KalYpso ganz richtig. Eine Gruppe von Frauen* setzt hier im Kabelwerk in Wien Meidling seit zehn Jahren den Traum vom gemeinsam bestimmten gleichwertigen Zusammenleben von älteren und jüngeren Frauen* um – mit oder ohne Kind, mit oder ohne Partner*innen, mit unterschied-
licher sozialer und kultureller Herkunft. 

Hier stellen sich die Fragen nach  gesellschaftlichen Konzepten von Leben und Lieben, nach dem gemeinsamen Gestalten, aber auch danach, wie sich eine Gesellschaft mit Gender Pay Gap auf die Wohnsituation von vor allem einkommensschwächeren Frauen* auswirkt.

Thema des Abends sind die grundsätzlichen Lebensbedingungen von Frauen*, die Handlungsspielräume einer inklusiven Gesellschaft und auch, wie kollektive Prozesse möglch werden. Gesprächsteilnehmer*innen sind [ro*sa] KalYpso-Mitbegründerin Ingrid Shukri-Farag und Architektin Gabu Heindl sowie als Moderatorin Ulli Fuchs (Labor Alltagskultur).

Im Anschluss startet die digitale Projektionsinstallation von starsky mit Musik von Elisabeth Schimana und Electric Indigo, die als künstlerische Intervention die Fassaden des Hofes und der umliegenden Gebäude mit markanten Sätzen zum Thema bespielt, sich zur Musik bewegt und in der Bandbreite zwischen Fakten und Vision zuhause ist.